akportraitAndrea Kasamas, 1955 in Wien geboren, studierte gleichzeitig Bühnenbild an der Akademie der Bildenden Künste und Jus an der Universität Wien, schloß beide Studien ab, um dann Malerin zu werden.

Ihre Bilder sind vom spontanen Rhythmus der Malerei ebenso geprägt, wie vom Erlebnis eines ganz bestimmten Natureindrucks. Die auf der Bildhaut, wie in einem zarten ausgespannten Medium, schwebenden Flecke bilden eine vibrierende Ordnung. Dabei schafft die Hand der Malerin in jedem Bild einen spezifischen Duktus. Die wie in einem medialen Schreiben gesetzten Akzente spannen den Bildraum in die Fläche des Malgrundes und sind doch gleichzeitig Zeichen für jeweils besondere pflanzliche Formen in der Natur. Oft ist es sogar möglich, die im Bildraum dominierenden Pflanzen genau zu bestimmen. Dabei korrespondiert das Drängende, Verknäulte und zugleich Ruhige des Pflanzenwachstums mit der unterschwelligexpandierenden Tendenz der malerischen Zeichen zu den Bildrändern hin. So verbindet sich in diesen Bildern die malerische Lebendigkeit mit der Idee der Einheit von Thematik und Ausdrucksmitteln.

In ihren Bildvorstellungen geht Andrea Kasamas nicht vom tradierten Modell der Landschaftsmalerei aus, sondern faßt das Bild ganz entschieden als Fläche auf, auf der nun die malerischen Akzente sich frei nach allen Richtungen ausdehnen können. Das „all over" des amerikanischen Malers Jackson Pollock mag für ihre Arbeit als konstituierend zu bezeichnen sein. Ohne bewußt einer Strömung „das Wort zu malen", erreicht sie es, mit den Mitteln dieser reinen absoluten Malerei, Zeitzeichen zu setzen.